Pollenfilter in der Lüftungsanlage: Durchatmen trotz Pollenflug
Wenn im Frühjahr die Birke blüht und im Sommer die Gräser, wird frische Luft für viele Menschen zur Herausforderung. Wer eine dezentrale Lüftungsanlage hat, kann viel dafür tun, dass die Pollen draußen bleiben: mit einem Pollenfilter. Wir zeigen, was ein Pollenfilter der Klasse F5 leistet und worauf Sie achten sollten.
Warum Pollen überhaupt ins Haus gelangen
Pollenkörner sind je nach Pflanze etwa 10 bis 100 Mikrometer groß und werden vom Wind kilometerweit getragen. Beim Stoßlüften über das Fenster gelangen sie ungehindert in Wohn- und Schlafräume, setzen sich auf Textilien ab und werden immer wieder aufgewirbelt. Eine Lüftungsanlage mit dem passenden Filter tauscht die Luft dagegen kontinuierlich aus – und hält einen Großteil der Pollen schon an der Außenwand zurück.
Die Vorteile eines Pollenfilters auf einen Blick
- Weniger Pollen in der Raumluft: Filter der Klasse F5 (nach DIN EN 779) scheiden neben Pollen auch einen Teil der feineren Staubpartikel ab.
- Frische Luft bei geschlossenem Fenster: Sie lüften, ohne das Fenster öffnen zu müssen – gerade nachts im Schlafzimmer angenehm.
- Weniger Staub auf Möbeln: Was im Filter hängen bleibt, landet nicht auf Regalen und Böden.
- Schutz für das Lüftungsgerät: Ventilator und Wärmetauscher bleiben sauber und arbeiten länger zuverlässig.
Grobfilter oder Pollenfilter – was ist der Unterschied?
Viele Lüftungsgeräte werden ab Werk mit einem einfachen Grobstaubfilter (z. B. G2 oder G3) ausgeliefert. Dieser hält Insekten, Blätter und groben Staub zurück, lässt aber einen Teil der Pollen passieren. Ein Pollenfilter der Klasse F5 ist dichter aufgebaut und filtert deutlich feiner. Während der Pollensaison ist er deshalb die bessere Wahl – außerhalb der Saison kann auch ein waschbarer Grobfilter ausreichen.
Für wen lohnt sich ein Pollenfilter besonders?
Grundsätzlich profitiert jeder Haushalt von saubererer Zuluft. Besonders sinnvoll ist ein Pollenfilter aber in diesen Fällen:
- Allergiker im Haushalt: Wer auf Birken-, Gräser- oder Kräuterpollen reagiert, freut sich über jede Pollenquelle weniger in der Wohnung.
- Schlafräume: Im Schlafzimmer verbringen wir viele Stunden am Stück. Hier lohnt sich der feinere Filter besonders.
- Wohnlage im Grünen: Häuser am Feldrand, an Wiesen oder in der Nähe von Birken und Pappeln sind während der Blütezeit stärker belastet.
- Kinderzimmer: Viele Eltern möchten die Luft im Kinderzimmer möglichst sauber halten, ohne ständig die Fenster zu öffnen.
Wann ist Pollensaison?
Die Pollensaison beginnt in Deutschland oft schon im Januar oder Februar mit Hasel und Erle. Im Frühjahr folgt die Birke, von Mai bis Juli dominieren die Gräser, und im Spätsommer fliegen Kräuterpollen wie Beifuß oder Ambrosia. Je nach Witterung verschieben sich diese Zeiten. Für Allergiker kann es deshalb sinnvoll sein, den Pollenfilter von Februar bis September durchgehend im Gerät zu lassen.
Wie lange hält ein Pollenfilter?
Die Standzeit hängt stark vom Standort ab. An einer ruhigen Wohnstraße hält ein Pollenfilter oft mehrere Monate, an einer stark befahrenen Straße oder bei starkem Pollenflug setzt er sich schneller zu. Ein zugesetzter Filter hat zwei Nachteile: Die Luftmenge sinkt, und der Ventilator muss stärker arbeiten. Kontrollieren Sie den Filter daher regelmäßig per Sichtprüfung. Ist er deutlich gelblich-grau verfärbt, sollte er gewechselt werden. Pollenfilter aus feinem Filtermaterial sind in der Regel nicht waschbar, weil beim Waschen die feine Faserstruktur beschädigt wird.
Häufige Fehler beim Filterwechsel
- Filter zu spät wechseln: Ein voller Filter lässt kaum noch Luft durch – die Lüftung wird dann unnötig laut und ineffizient.
- Falscher Durchmesser: Ein zu kleiner Filter lässt Luft seitlich vorbeiströmen. Dann gelangen Pollen ungefiltert ins Haus.
- Filter geknickt einsetzen: Knicke und Falten erzeugen Spalten, durch die ungefilterte Luft strömen kann.
- Nur ein Gerät umrüsten: Bei dezentralen Anlagen arbeiten meist mehrere Geräte im Paar. Rüsten Sie am besten alle Geräte gleichzeitig um.
So stellen Sie auf Pollenfilter um
- Prüfen Sie Typ und Durchmesser Ihres Lüftungsgeräts – bei den Lunos-Geräten e² und ALD-R 160 sind es 140 mm.
- Schalten Sie das Gerät aus und nehmen Sie die Innenblende ab.
- Entnehmen Sie den alten Filter und entfernen Sie losen Staub im Gehäuse.
- Setzen Sie den Pollenfilter passgenau und ohne Knicke ein.
- Blende wieder aufsetzen, Gerät einschalten – fertig.
Tipp für die Pollensaison
Wechseln Sie den Pollenfilter kurz vor Beginn der Hauptblütezeit und kontrollieren Sie ihn alle paar Wochen. Ein stark verfärbter Filter ist voll und sollte getauscht werden, damit die Luftmenge nicht nachlässt.
Passend für Lunos e² und ALD-R 160: Unser Pollenfilter F5 für Lunos Typ 9/FIB-P (Durchmesser 140 mm) ist ein kompatibler Alternativfilter von FILTAIRS – kein Originalteil, aber passgenau und nach DIN EN 779 geprüft.